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©2002, Xanadoo
  Xanadoo | Gomera-Urlaub
Fr. 18. September 2020, 16:53 Uhr
  Wanderurlaub auf Gomera 1999:
 



Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.   
| Warm-up beim Ingo #1  Erste Bekanntschaft mit Fred Olsen #2 |
| Die Steilwand von Aurure #3  "Bin isch Klasse zweiter Mensch!" #4 |
| Heilige Quellen & Biermischgetränk #5  Essen wie Gott bei Traudls Imbiss #6 |
| Im Meeresbecken von Vallehermoso #7 |
Wo ist Bar Pepe? & die Tunnelumrundung #8 |
| Barbarossa & der Wasserstollen #9  Grillplatte am Garajournay #10 |
| Wasch- & Faulitag mit Hein #11  Rührei, Marmelade & Schwarzbrot #12 |
| Rent a car Pinereo - die Erste #13  Die 26 Stunden von Gomera #14 |
| Der letzte Fussmarsch #15  Der zwanzig Minuten Burger #16 |
  Warm-up beim Ingo #1 [mi, 01. sept 1999]:

Kurz vor Verbotener Liebe begann unsere diesjährige Expedition. Der südlichste Zipfel Europas sollte unser Ziel sein - La Gomera. Doch zunächst hiess es noch eine Nacht bei Ingo in Nbg. zu überstehen, wo wir mit Star Wars, Chacha-Bings und zehn Big Macs die Zeit bis zum Check-In überbrückten.

  
  Erste Bekanntschaft mit Fred Olsen (20 Höhenmeter) #2 [do, 02. sept 1999]:

Fünf Uhr morgens - Die Sonne brennt - perfekter Sitz dank Sonnenhut. Der Touribomber startet mit den unwiderstehlichen Vieren an Bord in Richtung Kanaren. Kurz nach der Landung - Airport Teneriffa - und vier weiteren Börgern bestachen wir Fred Olsen und sicherten so unseren Transfer auf einem Schmuggelkutter nach San Sebastian (Gomera). Mit Sonnenbaden und Kaffeetrinken im Strandcafé (die ham da wirklich Jazzkantine gespielt!) überbrückten wir das Warten auf den nächsten Bus mit dem Ziel Valle Gand Rey. Bereits nach wenigen Kilometern Fahrt - Berg hoch Berg runter ... - wünschen wir Hummi die Kretze an den Arsch, wie konnte er uns nur auf solch eine Insel schicken. Der Bus quälte sich noch ca. eine Stunde über die engen Passstrassen der Insel ehe wir Valle Grand Rey erreichten. Das Leeregefühl unserer Mägen treibt uns in den nä. Supermercodo (war wohl eher ein Mercadillo!), wo wir Dosenfisch in Tomaten Soße, subbidubbi leckere süße Bananen und Schinken-Käse-Baguettes (die uns noch die nä. sieben Tage als Tagesmenü verfolgen) erwarben um sie am hiesigen Nudistenstrand - Playa de Ingles, unsere erste Schlafstätte - zu vernaschen. Außer von Kili, der zum ersten Mal seine 0,5 mm "dicke" Isomatte verfluchte, und der über uns wachenden Lachmöwe wurde der Schlaf von niemand gestört

  
  die Steilwand von Aurure (1900 Höhenmeter) #3 [fr, 03. sept 1999]:

Nach den abwechslungsreichen Salami-Käse-Baguettes und je zwei Kaffee Contaros in der Strandbar von La Playa wagen wir den schwarzen Aufstieg von NN auf 850m hoch zum La Mercia. Die aufgehende Sonne, die die Luft schon sehr früh auf 35 Grad erhitzt, und unser 15 kg schweres Reisegepäck am Rücken lassen uns bereits auf halbem Wege die erste Fatahmorgana erscheinen - alter verkommener Dreschplatz in der Ferne mit Kessmannzapfanlage -. Es folgt eine Gradwanderung mit Ausflügen in die Botanik - Uli inspizierte Gomeras Kakteenfelder - zum Siesta-Ziel Aurure. Auch unser Wasservorrat gab schnell der Hitze nach und wir fanden uns zum “Auftanken“ in der erst besten Kneipe von Aurure wieder. Aufgrund der mangelnden Spanischkenntnisse versucht Flo mit Händen und Füssen die Reste des Nebentisches zu ordern, jedoch ohne Erfolg und so musste sich Uli den alten Zeiten seines einsemestrigen Spanischkursus in Würzburg entsinnen, um mit Erfolg unseren Hunger zu stillen. Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen: Polo avec pommes de terre - no ingles und französisch sprechen die a net-. Ausgeruht (nach dreistündiger Siesta) zogen wir weiter in Direction Alojera, doch schon der Einstieg in dem vom Reiseführer erwähnten ehemaligen Maultierpfad war uns durch Herras-Gittern versperrt. Ratlos standen wir vor verschlossenen Toren und verfluchten den Führer bis uns ein streunender Hund seinen Dienst als Bindeglied zum “Spaniokel“-Volk erweist (Schraudis Bezeichnung für die Gomerianer) und sein Herrchen, ein ehemaliger Legionär, uns den Weg in die Illegalität ebnet. Mit wilden Söldnergeschichten ermutigte er uns eine vier Meter hohe Baustellensteilwand zu erklettern, doch was noch keiner von uns wusste, wir hatten bis dato nur die Spitze des Eisbergs erklommen. Es folgte ein todesmutiger Abstieg mit 500 m tiefen Abgründen, widerborstigem Gestrüpp und stacheligen Kakteen nach Alojera. Wieder a-moll Einkauf mit Händen und Füssen - Schraudi war an der Reihe - ; Grablicht-Dinner am Meer mit anschließender Suche unserer Schlafstätte. 21h Bettruhe!Mit Sonnenbaden und Kaffetrinken im Strandcafé (die ham da wirklich Jazzkantine gespielt!) überbrückten wir das Warten auf den nächsten Bus mit dem Ziel Valle Gand Rey. Bereits nach wenigen Kilometern Fahrt - Berg hoch Berg runter ... - wünschten wir Hummi die Kretze an den Arsch. Wie konnte er uns nur auf solch eine Insel schicken? Der Bus quälte sich noch ca. eine Stunde über die engen Passstrassen der Insel, ehe wir Valle Grand Rey erreichten. Das Leeregefühl unserer Mägen trieb uns in den nä. Supermercado (war wohl eher ein Mercadillo!), wo wir Dosenfisch in Tomaten Sosse, subbidubbi leckere süsse Bananen und Schinken-Käse-Baguettes (die uns noch die nä. sieben Tage als Tagesmenü verfolgen) erwarben um sie am hiesigen Nudistenstrand - Playa de Ingles, unsere erste Schlafstätte - zu vernaschen. Ausser von Kili, der zum ersten Mal seine 0,5 mm "dicke" Isomatte verfluchte, und der über uns wachenden Lachmöwe wurde der Schlaf von niemanden gestört.

  
  \"Bin isch Klasse zweiter Mensch !\" (40 Höhenmeter) #4 [sa, 04. sept 1999]:

Die morgendliche Körperpflege wurde ins Meer verlegt von wo aus auch schon die nächste Siesta-Bar ausgemacht wurde. Auch wenn uns das die Bamberger Fangemeinde nicht abkauft war nach drei Radlern (quattro Creveca y quatttro 7up) bereits Schicht im Schacht und somit wurde der Tag im abwesenden Zustand am Strand mit Sonnenbaden verbracht. Zu erwähnen wäre lediglich noch Schraudis geistiger Erguss während der Heimkehr vom Einkauf: “Warum muss ich mir vom StUfz mit Hauptschulabschluss etwas sagen lassen - bin isch Klasse zweiter Mensch?“ Abendmahl: Schinken-Käse-Baguettes. 21h Nachtruhe !Mit Sonnenbaden und Kaffetrinken im Strandcafé (die ham da wirklich Jazzkantine gespielt!) überbrückten wir das Warten auf den nächsten Bus mit dem Ziel Valle Gand Rey. Bereits nach wenigen Kilometern Fahrt - Berg hoch Berg runter ... - wünschten wir Hummi die Kretze an den Arsch. Wie konnte er uns nur auf solch eine Insel schicken? Der Bus quälte sich noch ca. eine Stunde über die engen Passstrassen der Insel, ehe wir Valle Grand Rey erreichten. Das Leeregefühl unserer Mägen trieb uns in den nä. Supermercado (war wohl eher ein Mercadillo!), wo wir Dosenfisch in Tomaten Sosse, subbidubbi leckere süsse Bananen und Schinken-Käse-Baguettes (die uns noch die nä. sieben Tage als Tagesmenü verfolgen) erwarben um sie am hiesigen Nudistenstrand - Playa de Ingles, unsere erste Schlafstätte - zu vernaschen. Ausser von Kili, der zum ersten Mal seine 0,5 mm "dicke" Isomatte verfluchte, und der über uns wachenden Lachmöwe wurde der Schlaf von niemanden gestört.

  
  Die hl. Quellen & Biermischgetränk (1800 Höhenmeter) #5 [so, 05. sept 1999]:

Der dreizehnstündige Schlaf und das fettreiche spartanische Frühstück (Schokokekse), unter Obhut des revieransässigen Peros Gigo, erwiesen sich als gute Grundlage unserer heutigen Marschwanderung, vorbei an zwei seit Jahren defekten Windrädern (Einschub von Flo dem Cosmo-Wötz: "Schwachsinniger Weise wird auf Gomera der Strom durch umweltverpestende Dieselaggregate erzeugt, wobei sich aufgrund der Passatwinde die alternative Energiegewinnung in Form von Windkraftwerken als ausreichend beweisen würde." Zitat Ende) , und verdorrten Kakteenfeldern straight nach Epina. Anzumerken sei an dieser Stelle noch die extra Schleife von Kili und Schraudi, die den letzten Steilanstieg aus konditionellen Problemen verweigerten. An den hl. Quellen von Epina trafen wir auf unserer aller good old friend Georg, den Geologen aus Bonn. Nach kurzem Plausch erwiderte er die Einladung zur Siesta in der nächste Bar, wo er sich mutiger Weise der Sammelbestellung mit den Worten: "Ich bekomme bitte auch so ein Biermischgetränk (a Radler war gemeint!!)." anschloss. Wieder einmal vom Hunger gepeinigt warten wir sehnsüchtig nach zweistündigem steinigen Abstieg am Plazza de la Constituion in Vallehermoso auf dass man uns die Tore des vom Führer hochgepriesenen Restaurant (eigentlicher Grund unserer Wahl war nämlich die sechssprachige Speisekarte!) öffnet. Gampas, Polo, Bier und der 3 km lange Abstieg zum Strand eröffneten einen heißen Disput über das Inzuchtverhalten im fernen Bamberg, welcher erst durch Flos Insolvenzprobleme am Parque Botanique inne hielt. Nach einigen Bieren an der Außenstelle von "Traudls Imbiss" bereiteten wir unseren Schlafplatz im Treppenhaus des Meeresschwimmbeckens vor.Mit Sonnenbaden und Kaffetrinken im Strandcafé (die ham da wirklich Jazzkantine gespielt!) überbrückten wir das Warten auf den nächsten Bus mit dem Ziel Valle Gand Rey. Bereits nach wenigen Kilometern Fahrt - Berg hoch Berg runter ... - wünschten wir Hummi die Kretze an den Arsch. Wie konnte er uns nur auf solch eine Insel schicken? Der Bus quälte sich noch ca. eine Stunde über die engen Passstrassen der Insel, ehe wir Valle Grand Rey erreichten. Das Leeregefühl unserer Mägen trieb uns in den nä. Supermercado (war wohl eher ein Mercadillo!), wo wir Dosenfisch in Tomaten Sosse, subbidubbi leckere süsse Bananen und Schinken-Käse-Baguettes (die uns noch die nä. sieben Tage als Tagesmenü verfolgen) erwarben um sie am hiesigen Nudistenstrand - Playa de Ingles, unsere erste Schlafstätte - zu vernaschen. Ausser von Kili, der zum ersten Mal seine 0,5 mm "dicke" Isomatte verfluchte, und der über uns wachenden Lachmöwe wurde der Schlaf von niemanden gestört.

  
  Essen wie Gott bei Traudls Imbiss (20 Höhenmeter) #6 [mo, 06. sept 1999]:

Um sieben Uhr früh wurden wir durch erzürnte "Vamos, vamos!" Rufe eines arbeitswütigen Bademeisters von unserem Schlafplatz mit Flugplatzfeeling entfernt. Selbst Flos gutes Zureden in deutscher Sprache schlug beim Ordnungshüter fehl und somit mussten wir uns am naheliegenden Strand eine Bleibe für die kommenden Tage suchen. Nach weiteren Stunden des Dösens erweckten uns erneut die Signale der Sinnesorgane. War es zuvor noch das Gehör, sind es nun die Frittiergerüche aus der Imbissbude "Ramon", die in der Nase kitzeln und uns das Wasser im leeren Magen zusammen laufen lassen. Also nix wie hin. Speck-Zwiebel-Käse-Sandwiches (um den Begriff Baguette euphemistisch zu umschreiben), Pepsi, Cerveca, 7up, Sonnenbaden, Schwimmen am Meeres-Pool und erste richtige Körperpflege (wir haben uns sogar geduscht und rasiert). Scho' war der Tag wieder rum.

  
  im Meeresbecken von Vallhermoso (600 Höhenmeter von Uli & Flo) #7 [di, 07. sept 1999]:

Nachdem Flo nach zwei Tagen endlich bemerkte, dass er wohl seinen heißgeliebten weißen Sonnenhut with deep and light blue stripes im Restaurant liegen gelassen hatte, machte er sich mit Uli auf den Weg ins Dorf, jedoch ohne Erfolg. Die lange Strecke sollte sich aber bezahlt machen, denn in einem Mercadillo fand man Stangenweise Krügerzigaretten zum Preis von 700 Pts. die Stange. Der Nikotinbedarf der nä. Tage war gesichert. (Falls jemand vom Uli oder Flo a Karten bekommen hat, wurde die mit Sicherheit während dieser Stunden in einer kleinen Bar verfasst.) Auf dem Rückweg trafen wir die auf der Insel häufig Sich-selbstsuchenden-Sozpäd-Studis. Nach kurzem Blablabla kamen wir auf das lästige Kommunikationsproblem auf der Insel zu sprechen und mussten mit Bedauern feststellen, doch nur Schüler des Lehrer Asts aus der Baumschule von nebenan zu sein: "Mit ein bisschen Latein- und Französischkenntnissen ist das mit dem Spanischen kein Problem, wie z.B. oben am Wegesrand das Schild "parque botanique" schnell auf einen botanischen Garten schließen lässt... (ohne Worte)". Den Rest vom Tag verbringen wir mit Schafkopfen und Backgammon an der Bude des neugewonnenen Freundes Ramon, der sich schon ersten Expansionsgedanken hingab.

  
  "Wo ist Bar Pepe?" & die Tunnelumrundung (1700 Höhenmeter) #8 [mi, 08. sept 1999]:

Nach dem Frühstück in der Vallehermosso-Bar, dem ersten Stützbier und zur Abwechslung mal Schinken-Käse-Baguette beobachteten wir die einheimische Autofahrerfrühschoppen- kultur: Fahrzeug mit laufendem Motor vor der Bar stehen lassen - Schnaps pressen - und mit 0,8 Promille weiterfahren. Ein altrömischer in französischer Sprache ausgeschilderter botanischer Garten mit spanischem Flair diente uns als erste Wegmarkierung der Tagestour. Hierauf folgte eine querfeldein Hardcore-Klettertour nach Marschzahl mit Cliffhangerreifen Klettereinlagen. Und als ob das noch nicht genug gewesen wäre, quälten wir uns noch eine schier endlose, grottenschief betonierte Treppe hinauf zur Siesta in der Pepsi-Bar (Lion-Riegel zum Mittagessen). Zwei Stunden später machten wir uns auf den Abstieg nach Agulo, wo Kili den heiligen Schwur fasste von seinen späteren Reichtümern einmal eine Fußgängerbrücke über das Tal zu bauen. Nach einer kurzen Rast in Las Rossas fraß Flo dem am Hungertuch nagenden Kili dessen Törtchen weg. Flo übernahm die Führung und schlug kurz vor dem Tagesziel nach links zu einer waghalsigen Tunnelumrundung ein. Der offizielle Fußweg wurde verpasst und dafür eine höherliegende Bewässungsleitung zur neuen "tiefschwarzen Piste direktly to Agulo" erklärt. Nach einstündigem Drahtseilakt am 400m tiefen Abgrund genossen wir den Blick durch den 150m langen Tunnel und bevorzugten von nun an die sichere Strasse. Agulo - eine 800 Seelengemeinde mit wunderschönem Friedhof, runder moscheenähnlicher Ermitta, dem wohl best sortierten Supermarkt Gomeras (Einkauf auf Marmorboden !) und dem unauffindbaren Dorftreff mit subbi dubbi lecker Essen - der Bar Pepe. Die gespannte Stimmung und der Hunger trieb uns in die Bar des deutschen Golfos (golfo (span.) = Nepper, Schlepper, Bauernfänger) Brettermann, eigentlich hieß er ja Bertermann, zur Tapas- und Sauforgie, die sich auch postwendend im Geldbeutel bemerkbar machte. Der anschließende Blindflug bescherte uns einen Schlafplatz in einer Bananenplantage. - Kleiner Tipp vom alten Pfadi Kili: "Frische, junge Bananenblätter verbessern den Liegekomfort einer 5mm dicken Isomatte !" -

  
  Barbarossa & der Wasserstollen (950m Höhenmeter) #9 [do, 09. sept 1999]:

Da die Hygiene in letzten Tagen etwas zu kurz kam, entschlossen wir den Keimbefall mit einer chemischen Morgentoilette mit BASF verseuchtem Gießwasser aus der Bewässerungsrinne zu bekämpfen. Desinfiziert fanden wir uns kurze Zeit später in der septischen V2A-Bar in Gesellschaft zweier Aussteiger wieder. Der eine, ein Motorradrocker, der beim Versuch einen 1,60 m hohen Wasserstollen mit seiner Honda Derminator zu durchfahren scheiterte, und der andere, ein Schweizer Künstler, der uns auch sogleich zur Siesta in seinen Garten einlud und uns das Leben auf Gomera ein wenig näher brachte. - Kurze Zusammenfassung: Kokain ist billig, Gomerianer befinden sich gerade im Zuge der Amerikanisierung, no rain at all for the last three years, Inselbewohner lassen sich auf Fiestas nicht lumpen, kurze Einführung in spanisches Mietrecht - Und weiter ging es in Richtung Nebelwald nach El Cedro durch den oben erwähnten 500m langen Wasserstollen, der nach dem Glauben mancher Leute (nää Kili, Schraudi und Uli M.) auch ohne Probleme mit Strandlatschen durchquert werden kann. Am Ende des Tunnels angekommen, waren wir nicht nur über die nassen Füße überrascht, nein, auch zwei deutsche Tagesausflügler die uns fragten, ob wir ihnen unsere Taschenlampe leihen könnten, bescherten uns Erstaunen. Ein fetter Wegweiser leitete uns auf staubiger Piste zum einzigen Campingplatz Gomeras. Einem vorbei reitenden Eskimo ließen wir noch vor unserer Ankunft mitteilen: "Sag dem Sheriff, dass die vier Whitecoats in der Stadt sind!". Warmes Essen, Bier en mass und beste Toilettenanlagen überzeugten uns auch trotz unfreundlicher Bedienung diesen Platz als Ausgangspunkt für Tageswanderungen im National Park zu sichern.

  
  Grillplatte am Garajournay (1000 Höhenmeter) #10 [fr, 10. sept 1999]:

Erstmalig ohne das lästige Reisegepäck am Rücken, brachen wir gegen Mittag zum Garajournay auf. Mit einer Höhe von 1758m stellt er die größte Erhebung auf Gomera dar. Anders als die bisherigen Wanderpfade sind die Wege im National Park meist beschildert und von Touristen gut frequentiert. Das Wetter am Gipfel des Garajournay zeigte sich von seiner besten Seite und ermöglichte uns nach dem gut 1,5h langen Aufstieg einen Panoramablick auf die umliegenden Inseln der Kanaren - Las Palma, Teneriffa mit Teide und kleine Inseln. Noch ein Foto für die Galerie und scho ging's auf Ratschlag einer Badenserin weiter zum Touristützpunkt Laguna Grande, wo man übrigens eine super große Grillplatte für ca. 20 Mark von hübschen Mädels serviert bekommt. Auf dem Rückmarsch wurden wir von der Schönheit des Nebelwaldes inspiriert und es entstand die erste Fotosession. Am Abend erst eiskalt duschen und dann noch a wengerla mit zwei Mädels aus Erfurt romeékarten.

  
  Wasch- & Faulitag mit Hein (200 Höhenmeter) #11 [sa, 11. sept 1999]:

Die Nachwirkungen des gestrigen Alkoholkonsums und das bevorstehende Kleiderwaschen ließen uns an diesem Tag erst recht spät aus dem Schlafsack kriechen. Am Nachmittag trieb uns der Hunger - die Bar LaVista verweigerte uns aufgrund eines Nachbarschaftsbesuches bei den ehemaligen Herbergsbesitzern Peter und Anne jegliche Mahlzeit - durchs Tal, direkt in die Bar Prodencio. Die "Speisekarte" beinhaltete lediglich die gomerische Spezialität, Kressesuppe mit Gofio (der Hunger treibt's nei!) und das Leeregefühl blieb uns somit erhalten. Uli sichtete auf seinem Selbstfindungstrip zum ersten Mal die verschlossene Linsen-Hein-Hütte. Während Kili und Uli sich am Spätnachmittag erneut auf Linsen-Expedition befanden, verschärfte sich durch die erfolgreiche Essensorder eines verrückten Münchners die Situation in der Bar LaVista. Jetzt ist Polen offen! Innerhalb kürzester Zeit wechselte das Bühnenbild und man fand sich bei Linseneintopf und Rotwein in Heins Berghütte wieder. - Kili und Ulis Geschichte vom Hein: Vom Hunger getrieben klopften wir an die Türe. "Wer ist nicht da?" "Hääh; zwei müde Wanderer." "Wartet 'mal ich lieg im Bett!" - Dann stand er vor uns: el Heino del Linsos; die Reinkarnation des Seewolfs; er hatte tatsächlich noch vier Portionen seiner legendären Linsensuppe für uns parat. Wir waren gerettet, Hein sei Dank! - Den Rest des Abends bildeten Seemannsgarn, Lügengeschichten und Bier.

  
  Rührei, Marmelade, Schwarzbrot (60 Höhenmeter) #12 [so, 12. sept 1999]:

9 Uhr morgens: Der sonntägliche Kirchgang entfiel. Für Hein eine Aspirin (Heineken) und für uns ein Stützbier. Nachdem wir Mieze und Charly kenngelernt hatten, trieb uns Hein zum Wasserholen an einer kurzgeschlossenen Leitung ca. 150 m tiefer. Mit Fronarbeit verdienten wir uns das erste richtige Frühstück (Rührei, Marmelade, Schwarzbrot und Kaffee). Kurz entschlossen nahmen wir Heins Angebot, noch eine weitere Nacht bei ihm zu verbringen, an und Animateur Hein erstellte im Gegenzug ein tolles Tagesprogramm: 11.45 - 12.00 Uhr: Kräftigungsübungen im Wald (Holzscheitweitwurf) 12.00 - 12.45 Uhr: Schafkopfen und Bier saufen 12.45 - 13.00 Uhr: Einen von Heins spanischen Pornos glotzen 13.00 Uhr: Den Start der Formel 1 am Fernseher mitverfolgen ... da ist man gerne Mann!!! Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. (Suchbildersession im Nebelwald) Abends gab es Gulasch mit Klößen, da kamen Heimatgefühle auf. Schraudi kamen die Tränen, jedoch nicht weil er seinen geliebten Bruder vermisste, sondern aufgrund seiner ausgeprägt schlechten Schafkopfkunst und er wurde von diesem Zeitpunkt an nur noch Bauernstrumpf genannt. Es folgten einige heiße Bundeswehr-Stories, der OG Hein "beleerte" den HG Kili. Um halb zehn war Zapfenstreich, denn am nächsten Morgen wurde bereits um fünf Uhr zum Appell geblasen. Während alle schliefen, musste sich Kili noch mit Mieze rumschlagen und so wurde der Schlaf zu einem kurzen Intermezzo.

  
  Rent a car Pinereo - die Erste #13 [mi, 13. sept 1999]:

Früh um 5 Uhr weckte uns Hein mit einem schrillen Pfiffen aus unseren ach so feuchten Träumen. Zum ersten Mal in diesem Urlaub, dass wir so früh aufstehen mussten, aber wir wollten ja den Bus nach San Sebastian um 6.30 Uhr erwischen. Und es stand uns noch ein etwa 5 km langer Weg durch den Wasserstollen bevor. Nach einer nicht so ereignisreichen Busfahrt kamen wir schließlich in der Inselhauptstadt an. In der Bar vom Kubaner nahmen wir ein kurzes Frühstück ein, wobei wir auch gleich unserem Gastwirt Hein verabschiedeten. Jetzt wurde es erst richtig ernst, die 26 Std. von Gomera begannen als Flo mit unserem neuen VW Polo um die Kurve stacht, und mit quietschenden Reifen den Boliden direkt vor der Bar stoppt. (Wagen Nr. 1) Die Crew wurde wie folgt besetzt:
Flo: 1.Fahrer ggf. Copilot
Schraudi: 2. Fahrer ggf. Navigator
Kili: Mechaniker

Uli: notwendiger Ballast für die kurvenreiche Strecke
Nachdem die Ausrüstung und die notwendige Verpflegung, fester wie flüssiger Natur, in unserem kleinen Raumwunder verstaut war, startete die Fahrt in Richtung Playa de Santiago. Der erste Streckenabschnitt und der damit zusammenhängende Aufstieg (1300m) begann mit kleinen Schikannen, bei denen aber Flos fahrerisches Können noch nicht überbeansprucht wurde. Erste Bedenken an der Wagenwahl äußerte Flo allerdings spätestens dann, als er beim zunehmenden Gefälle zum ersten Mal bemerkte, dass der VW mit nur geringer bzw. nicht vorhandener Bremskraft ausgestattet war. Auf der immer steiler werdenden Abfahrt, nahm der Asbestgeruch im Wagen beunruhigend zu. Ohne Bremswirkung brachte der Fahrer das Vehikel in einer "Nothaltebucht" zum Stehen. Nach Abkühlung der Bremsen und Verarbeitung der Tatsache, dass wir sauviel Glück hatten, kamen wir dank einer gemeinsamen Begutachtung der kritischen Lage zu dem Entschluss, den Wagen im ersten Gang den Berg hinab rollen zu lassen. In der schönen Küstenstadt doch noch heil angekommen, begaben wir uns auf den Weg zum Rennstall "Pinero". Nun stellte es sich allerdings das nächste Problem in den Weg. drei Frauen ohne jeglichen Fremdsprachenkenntnissen davon zu überzeugen man brauche einen neuen Wagen, da bei dem Anderen die Bremsen versagt. Die Tatsache an sich, dass man Frauen in eine Autovermietung setzt, treibt uns schon zur Weißglut. Flo und Kili, die Sprachbarrieren überwindend, schafften es nach 3 Std. die Senoras dazu bewegen, uns doch noch einen anderen Wagen zu geben. Diesmal traf uns das Glück in Form eines roten Mazdas. (Wagen Nr.2) Allerdings bemerkten wir noch vor der Abfahrt, dass dieses Gefährt mit seinen abgefahren Reifen nicht für unsere Zwecke geeignet ist. Kili und Flo wendeten sich abermals an die netten Damen der Autovermietung..... ... und zurück kamen sie mit einem neuen, schicken 5-türigen VW Polo, der das Rennfahrerherz nicht unbedingt höher schlagen lies. (Wagen Nr.3). Wir begaben uns auf den Weg zum etwas abgelegenen Strand. Flo testete bei dieser Gelegenheit auch gleich die neue Karre, indem er kein Schlagloch außer acht ließ. Der Wagen hielt, wir waren froh und gingen uns mal richtig entspannen. Müde bin ich geh zu Ruhe... na ja nach so einem Tag hatten wir uns den Schlaf wohl redlich verdient

  
  Die 26 Stunden von Gomera #14 [di, 14. sept 1999]:

Neuer Tag, neues Glück, wir frühstückten in einer Bar in der Flo seine Spielleidenschaft, dank der Automaten, mal richtig ausleben konnte. So verzockte er 75. Pts. aus der Gemeinschaftskasse. Wir machten uns auf den Weg Richtung San Sebastian um im größten Supermarkt auf ganz Gomera etwas für unser geplantes Grillen einzukaufen. Nun konnten wir ca. 3 kg. rohes Fleisch unser Eigen nennen. An dem Grillplatz bei Laguna Grande angekommen machten wir uns sogleich an die Vorbereitungen für das große Fressen. Kilian amüsierte sich mit zahlreichen Pauschalurlaubern, die teilweise mit dem Reisebus, oder mit ner´ richtig coolen Jeepsafari angekarrt wurden. Wir verstanden eigentlich nicht so richtig, wieso die sich alle auf einem Holzesel so richtig lächerlich machten. Aber wir hatten ja eh besseres zu tun, als uns über fette Touris zu amüsieren. Das Essen ist im vollen Gang, als wieder unsere Aufmerksamkeit abgelenkt wurde. Diesmal war es allerdings keine Reisegruppe, die in unserem Feuer rumstochert, sondern eine einheimische Familie mit Papa, Mama und ner richtig geilen Tochter. Man muss sich vorstellen, dass wir alle seit 10 Tagen keine schöne Frau mehr gesehen hatten. Und nun kommt so ne Schnitte im gelben Minikleid zum Grillen. Es sah wahrscheinlich echt komisch aus, wie wir eigentlich mehr sie mit den Augen vernaschten, als uns um unser Essen zu kümmern. Und um der Situation noch richtig einzuheizen, verhält sich die Dame so gar nicht damenhaft, sie bückte sich ungeniert vor unseren Augen mal von vorne mal von hinten, ans Essen ist gar nicht mehr zu denken. Uli macht schon ganz seltsame Verrenkungen!!!!!!! Doch plötzlich fing es an zu regnen und sie suchte das Weite. Angesichts der Wetterlage, packten auch wir unsere Sachen und verabschiedeten uns von Laguna Grande in Richtung Valle Gran Rey. Kilian und Uli saßen hinten und betranken sich, langsam aber sicher, mit einer Flasche Gin. Man muss sich Situation ungefähr so vorstellen: Es regnete wie aus Eimern, die Straße eine einzige Seifenbahn, die Sicht beschissen, Uli und Kilian (eh nur Ballast an Bord) waren voll wie die Haubitzen und Flo gab noch die falsche Kurvenrichtung an (scheiß Copilot). Es summierten sich die schlechten Begebenheiten und schon passierte das Unglück. Der Wagen brach in einer sau fiesen Linkskurve zur Seite aus; der todesmutige Fahrer erkannte die Gefahr und versuchte das Fahrzeug wieder unter Kontrolle zu bringen; benebelt von den von hinten nach vorne strömenden Alkoholdämpfen der besoffenen Mitfahrer gelang es ihm trotz aller Anstrengungen nicht den VW unter seine Kontrolle zu bringen und der Wagen schlitterte weiter nach rechts der gomerischen Abflussrinne entgegen. Ohne den Hauch einer Chance den Unfall noch zu verhindern musste nun der Fahrer mit ansehen, wie der Wagen endgültig in der Rinne zerschellte. Auch Uli und Kilian bemerkten so langsam, dass das Fahrverhalten der letzten Sekunden nicht so wie immer war (gewesen ist?), aber sie begannen zu realisieren, dass der Wagen in Graben zum stehen kam. Flo sicherte die Unfallstelle ab, während Kilian und Schraudi den Reifen in einer super Zeit wechselten. (Michis Training zahlt sich aus) Uli bekam das ganze Geschehen aus dem Wageninneren mit, da ihm keiner zutrauen wollte irgendetwas anderes zu tun. Mit neuem Reifen bemerkten wir beim Losfahren, dass mehr kaputt war, als nur das Rad. Na ja wahrscheinlich die Achse oder der Stoßdämpfer. An´s Weiterfahren war nicht zu denken. Wir stellten den Wagen ab und uns wurde bewusst, dass wir wieder zu Fuß unterwegs waren. Ein netter Taxifahrer nahm uns dann aber doch mit nach Valle Gran Rey. Noch etwas geschockt von dem Unfall machten wir uns auf zu der hiesigen Niederlassung von rent a car Pinero. Zu allem Überfluss saß hier doch tatsächlich die alte Tussi vom Tag zuvor. Scheiße wieder kein Glück. Nach einer hitzigen Diskussion mit der Hilfe eines Dolmetschers gelang es uns nach Drohung mit dem Anwalt, endlich von der alten Schlange wegzukommen, schade eigentlich, den die hat drei hübsche Töchter. So nun standen wir da, wie wir auch angekommen waren. Passt ja eigentlich auch wieder alles, gutgelaunt bewegten wir uns in Richtung Strand, an dem wir schon die erste Nacht geschlafen hatten. Eine Bäckerei sah allerdings so einladend aus, dass wir uns kurzerhand entschlossen hier ein paar Bier zu trinken. Ein bisschen voll legen wir uns dann hin und philosophierten über die letzen 26 Std. nach.

  
  Der letzte Fußmarsch #15 [mi, 15. sept 1999]:

Der letzte Urlaubstag war angebrochen und einvernehmlich am sandy beach in La Playa mit letzten Teint-Bräunen und Wellenreiten verbracht. Der Nachtbus brachte uns wieder zurück zum Fährhafen in San Sebastian, wo am Plazza nochmals kräftig zum Urlaubsausstand bei lustigen Urlauberlebnissen mit dem Musikus aus Frankfurt und der Agrarwissenschaftlerin aus Bielefeld gebechert wurde. Schließlich wählten wir noch eine Dachterrasse des Hafencafes zu unserer Abschlussschlafstätte. Und genossen ein letztes Mal den wunderschönen Sternenhimmel! Schaaaaaaadeeeeeeeee, endegeleende.

  
  Der zwanzig Minuten Burger #16 [mi, 16. sept 1999]:

Fred Olsen sorgte wie gewöhnlich für den sicheren Transfer nach Teneriffa, ein Taxifahrer für das Weiterkommen zum Flughafen und die Burger King-Filiale am Flughafen für unsere Verspätung beim einchecken.

  
ENDE
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